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So gelingt nachhaltiger Konsum

Ihre individuelle Entscheidung für nachhaltigen Konsum ist auch ein Ausstieg aus Wegwerf- und Billigstkultur.

Was definitiv nicht nachhaltig ist

Klar, dass Sie weiter auf Sonderangebote achten dürfen. Klar ist aber auch, was definitiv nicht nachhaltig ist: das Billigst-T-Shirt, das unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wird. Leder aus krank machenden Gerbereien in Entwicklungsländern. Palmöl und Soja, deren Anbau die Zerstörung des Regenwaldes vorantreibt. Und das sind nur die Schlaglichter, die jeder dank bedauernswerter Katastrophen kennt.

Nachhaltigkeit ist eine Frage der Nachfrage

Nachhaltiger Konsum kommt voran, aber zu langsam. Das Angebot wird immer vielfältiger und wertvoller, der Umsatz von Bio-Lebensmitteln hat sich in Deutschland in den letzten 15 Jahren mehr als vervierfacht. Aber er liegt immer noch bei nur vier Prozent des Gesamtumsatzes von Lebensmitteln. Zwar zeigt Österreich mit einem Anteil von knapp 20 Prozent ökologisch bewirtschafteter Fläche an der Nutzfläche, was heute schon möglich ist. In Deutschland sind das aber magere 6,3 Prozent und damit weit weniger als in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie angestrebt (Situationsbericht 2015/16 des Deutschen Bauernverbandes).

Nachhaltigkeit geht uns alle an

Als Hochkonsumland müssen wir in Deutschland auch unserer weltweiten Verantwortung stellen. Es darf uns nicht kalt lassen, dass weltweit 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmitteln im Jahr verschwendet werden. Das schadet Mensch und Umwelt und vernichtet ökonomische Werte. Auf einem Drittel der Weltagrarfläche wird Nahrung erzeugt, die nicht gegessen wird. Armut entsteht, Wasser wird verschwendet, mehr als drei Milliarden Tonnen CO2 werden für nichts und wieder nichts emittiert. 565 Milliarden Euro im Jahr gehen verloren. Das Problem liegt sowohl bei uns Konsumenten als auch beim Handel, in der Logistik und bei den Erzeugern. Lebensmittel wertzuschätzen, die Dinge möglichst lange und gemeinsam zu nutzen sowie Rohstoffe im Kreislauf zu führen ist daher ein wichtiger Ansatz des Nachhaltigen Warenkorbs. Und nachhaltigen Konsum zu fördern auch eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sowie der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.