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Ökostrom nutzen

Wer den Stromanbieter wechselt und Ökostrom kauft, schont entscheidend das Klima.

Ökostrom verbessert die Klimabilanz

Wer von einem Anbieter des herkömmlichen Strommixes (Kohle, Kernkraft, Gas) zu einem zertifizierten Ökostromanbieter wechselt, verbessert die persönliche Klimabilanz schnell und entscheidend. Die Erzeugung von konventionellem Strom produzierte nach Hochrechnung des UBA im Jahr 2017 durchschnittlich 489 Gramm CO2 pro Kilowattstunde (kWh). Energie aus erneuerbaren Quellen ist viel emissionsärmer: Wind circa 16 Gramm CO2 pro Kilowattstunde, Wasser circa 30 Gramm CO2 pro Kilowattstunde und Sonnenenergie circa 63 Gramm CO2 pro Kilowattstunde.

Wie sich Ihr Strom zusammensetzt, können Sie in Ihrer Stromrechnung nachlesen.

Machen Sie Ihre Energiewende

Je mehr Verbraucherinnen und Verbraucher auf Ökostrom umsteigen, desto schneller kann der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix in Deutschland steigen. Ein Wechsel ist online oder per Post schnell gemacht – den Rest erledigt der Anbieter für Sie. Eine Versorgungslücke brauchen Sie nicht zu fürchten. Der Grundversorger, meist die örtlichen Stadtwerke, ist gesetzlich verpflichtet, Ihnen jederzeit Strom zu liefern.

Wechsel zu Ökostrom spart Geld

Ökostrom muss nicht teurer sein – es kommt auf den Tarif an. Er ist sogar oft günstiger, wenn Sie Ihren Strom bisher aus der teuren Grundversorgung bezogen haben: Ein Vierpersonenhaushalt spart durchschnittlich fast 360 Euro im Jahr bei einem Wechsel vom Grundversorger hin zu einem Ökostromanbieter, der siegelzertifiziert ist oder nachweisen kann, dass er in signifikantem Umfang in die lokale Ökostromproduktion investiert (Untersuchung von Check24, 2018).

„Ökostrom“ heißt nicht automatisch 100 Prozent grün

Der Begriff „Ökostrom“ ist nicht geschützt. Manche Anbieter verkaufen unter diesem Namen Strom, der nur zur Hälfte aus Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse stammt. Andere beziehen ihren Strom nur aus alten Wasserkraftwerken, ohne in neue erneuerbare Anlagen zu investieren. Wir brauchen aber mehr Windräder, Solarkraftwerke und Co, um die Energiewende in Deutschland voranzubringen.

Siegel für 100 Prozent erneuerbaren Strom

Welcher Ökostrom bringt die Energiewende entscheidend voran? Die Siegel Grüner Strom und ok Power kennzeichnen Strom, der zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Sie stellen strenge Kriterien an die Umweltverträglichkeit der Anlagen zur Stromerzeugung. Das Grüner Strom-Label wird von Umwelt- und Verbraucherverbänden empfohlen. Ein fester Beitrag je Kilowattstunde fließt in den Ausbau erneuerbarer Energien und Energiewende-Projekte. Auch das Label ok Power des gemeinnützigen Vereins EnergieVision e. V. kennzeichnet Strom von Anbietern, die über die reine grüne Stromerzeugung hinaus einen zusätzlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Faire Vertragsbedingungen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium.

Wie finde ich einen Ökostrom-Anbieter?

Die unabhängige Vergleichsplattform EcoTopTen des Freiburger Ökoinstituts bietet eine Übersicht über zertifizierte Ökostrom-Anbieter. Aufgenommen sind ausschließlich solche Erzeuger, deren Angebote einen ökologischen Zusatznutzen garantieren – zum Beispiel durch die Förderung von Energiewende-Projekten. Das Ökotest Magazin hat diese 34 Anbieter im November 2018 zudem dahingehend untersucht, ob neben grünen Tarifen auch konventionelle angeboten werden.
Noch detailliertere Informationen liefert der Online-Ökostrom-Tarifrechner von ok power. Er enthält Hinweise zu Mindestlaufzeiten, Kündigungsfristen und Preisgarantien der Anbieter.