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Energiesparende Haushaltsgeräte kaufen

Kühlschrank, Gefrierschrank und Waschmaschine mit niedrigem Stromverbrauch sind gut fürs Klima – und müssen nicht teuer sein.

In Deutschlands Haushalten geht rund die Hälfte des Stromverbrauchs auf das Konto von großen Haushaltsgeräten. Energiesparende Kühlschränke, Öfen und Waschmaschinen können Umwelt und Geldbeutel deutlich entlasten – wenn sich alte Gerät nicht reparieren lassen. Ein funktionierendes Haushaltsgerät durch ein effizienteres Modell zu ersetzen, ist meist nicht sinnvoll: Die Produktion eines neuen Geräts verursacht in der Regel mehr CO2, als es bei der Nutzung wieder einsparen kann. Außerdem werden Ressourcen wie Wasser benötigt, um neue Waren zu produzieren.

Auch bei kleinen Haushaltsgeräten wie Staubsauger, Föhn und Wasserkocher kann man beim Kauf des richtigen Modells Strom sparen. Manche Geräte wie Bohrmaschinen braucht man allerdings sehr selten. Es lohnt sich auch aus Umweltsicht, sie bei Freunden und Nachbarn auszuleihen, statt sie zu kaufen.

A+++ Kühlschrank – lohnt es sich?

Energiesparende Geräte haben zwar oft einen höheren Kaufpreis, verbrauchen dafür aber wenig Strom. Zum Beispiel verbraucht ein Kühlschrank der besten Energieeffizienzklasse A+++ nur halb so viel Strom wie ein Gerät der Klasse A+ (dena, 2019).

Für große Haushaltsgeräte gilt europaweit ein einheitliches EU-Energielabel mit verschiedenen Effizienzklassen. Falls Sie keine Auszeichnung entdecken, fragen Sie beim Händler nach. Kleine Geräte wie Föhns und elektrische Zahnbürsten tragen bisher kein EU-Energielabel. Für Staubsauger wird mit der Wiedereinführung gerechnet . Besonders für Menschen, die einen alten Staubsauger besitzen, lohnt sich der Neukauf: Seit 2017 gilt für Neugeräte eine Beschränkung der Wattstärke.

Nutzen Sie das EU-Energielabel für eine erste Orientierung. Sie wollen Geräte vergleichen? Dafür können Sie zum Beispiel die App EcoGator nutzen. Scannen Sie damit einfach das EU-Energielabel im Geschäft und vergleichen sie den Stromverbrauch.

Wie groß sollte die Waschmaschine sein?

Bei der Waschmaschine spielt vor allem die Größe eine wichtige Rolle für den Stromverbrauch : Man kann das Gerät zwar halb beladen, spart dann aber nicht die Hälfte des Stroms, sondern nur 20 bis 30 Prozent. Da hilft auch keine Mengenautomatik. Vergleichen Sie daher größere und kleinere Waschmaschinen. Es kann sein, dass Sie als Single oder Paar mit einer kleineren Maschine mit einem Fassungsvermögen von 5 bis 6 Litern mehr Strom sparen.

Tests zeigen Verbrauch von Waschmaschine & Co. im Alltag

Wenn Sie Ihre Favoriten ausgewählt haben, helfen externe Testergebnisse dabei, den genauen Stromverbrauch im Alltag abzuschätzen. Er liegt in der Regel höher, als auf dem EU-Energielabel angegeben, wie eine Studie von vier Umweltverbänden aus dem Jahr 2017 ergab. Denn für das Label wird meist wenig praxisnah getestet: Kühlschränke werden nicht geöffnet, Staubsauger mit einem leeren Beutel unter die Lupe genommen. Auch deshalb orientiert sich beispielsweise die Stiftung Warentest in ihren Prüfungen am typischen, alltäglichen Nutzungsverhalten.

Informationen im Netz und Stromspar-Tipps

Informationen zu energieeffizienten Haushaltsgeräten finden Sie auch auf stromeffizienz.de, www.co2online.de, beim Umweltbundesamt und bei den EcoTopTen des Öko-Instituts. Dort gibt es allgemeine Stromspar-Tipps sowie Listen mit sparsamen Kühl- und Gefriergeräten, Geschirrspülern und Waschmaschinen.

Reparieren und Entsorgen

Kaputte Kühlschränke, Waschmaschinen und Co. zu reparieren, ist in der Regel besser für die Umwelt als ein Neukauf. Was weg muss, entsorgen Sie richtig und tun so Gutes für die Umwelt.