Skip to content

Torffrei gärtnern

Jährlich werden an private und gewerbliche Verbraucher rund 2,5 Mio. Kubikmeter Torf als Blumenerde verkauft, die diese im Garten oder bei der Bepflanzung im Haus verwenden.

Blumenerde ohne Torf

Zierpflanzen werden in Deutschland zunehmend wie Wegwerfprodukte behandelt, die man kurzerhand entsorgt. Aber Blumenerde aus Torf ist eine Klima-Schleuder. Moore sind kurzfristig nicht oder nur sehr eingeschränkt regenerierbar. Torf gehört daher nicht in den Topf, sondern ins Moor. Der Raubbau ist international.

Achten Sie beim Kauf auf „torffreie“ Blumenerde, zum Beispiel auf Basis von Kompost oder Holzprodukten. Kokos in Blumenerde erhöht dagegen durch den langen Transportweg die CO₂-Emissionen. Torf- und kokosfreie Blumenerde finden Sie in fast jedem Baumarkt.

Nähere Informationen finden Sie bei den Umweltverbänden Nabu und BUND.

Gut für die Moore, gut für den Boden

Hobbygärtner tun ihrem Boden sogar etwas Gutes, wenn sie auf Torf verzichten. Zwar verbessert er die Durchlüftung des Bodens, verschlechtert zugleich aber dessen Qualität. Torf hat wenig Nährstoffe und fördert die Versauerung. Zur Bodenverbesserung besser geeignet ist Kompost. Wer Komposterde mit zwei Dritteln Fertig-Substrat vermengt, hat eine gute Mischung. Um nicht unnötig viel Erde zu kaufen, lautet die Faustregel: Für einen 40 Zentimeter langen Balkonkasten werden etwa 12 Liter Erde benötigt. Bei einem Blumenkübel mit 46 Zentimetern Durchmesser braucht man etwa 40 Liter Erde.