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Kleidung aus Bio-Baumwolle

Bio-Baumwolle ist die ökologische Alternative zu konventionell erzeugten Jeans und T-Shirts.

Umweltkosten konventioneller Baumwolle

Baumwolle ist weltweit die beliebteste Naturfaser zur Herstellung von Textilien. Rund die Hälfte aller Kleidung wird daraus gefertigt. Allerdings birgt der Anbau von Baumwolle Gefahren für Gesundheit und Umwelt. Es werden riesige Mengen an Pflanzenschutz- und Düngemitteln verwendet. Nirgendwo werden mehr Pestizide eingesetzt als auf Baumwollfeldern. Der Chemieeinsatz ist etwa achtmal so hoch wie beim Anbau von Nahrungsmitteln. Ein weiteres Problem ist der hohe Wasserverbrauch auf Baumwollplantagen. Um die Baumwolle, egal ob aus kontrolliert biologischem oder konventionellem Anbau, für ein T-Shirt zu produzieren, werden Tausende Liter Wasser benötigt. Die Folge: Flüsse und Seen in den Anbaugebieten versiegen, Produktionsabfälle und besonders Farbreststoffe kontaminieren Fließgewässer.

Gute Gründe für Bio-Baumwolle

Bio-Rohstoffe für die Textilindustrie werden ohne Einsatz von Dünger und Pestiziden angebaut. Durch biologischen Anbau gelangen keine Schadstoffe in den Boden; die Gewässer in der Umgebung und die Gesundheit der Arbeiter auf den Plantagen werden geschont. Allerdings sagt die Anbaumethode der Bio-Baumwolle noch nichts über die eingesetzten Färbemittel aus. Deshalb sollten Sie grundsätzlich jedes Kleidungsstück vor dem ersten Tragen ein- oder zweimal waschen, um Färberückstände auszuwaschen. Grundsätzlich sind dunkle Textilien aufwendiger im Herstellungsprozess, benötigen mehrere Färbegänge und damit mehr Ressourcen. Und: Je „älter“ eine neue Jeans beim Kauf aussieht, desto ressourcenintensiver ist ihre Herstellung.

Steht „Cotton made in Africa“ für Bio-Baumwolle?

Das Siegel „Cotton made in Africa“ steht für konventionell angebaute Baumwolle aus Afrika, die unter bestimmten ökologischen und sozialen Kriterien produziert wurde. Der dahinter stehende Standard wird von der Aid by Trade Foundation vergeben, die die Baumwollbauern anhand einer Reihe von Nachhaltigkeitskriterien zertifiziert. Dazu gehören u. a. landwirtschaftliche Schulungen, Infrastrukturprojekte und Frauenförderprogramme sowie die Kriterien der ILO zum Zertifizierungsprogramm.