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Nachhaltig mobil sein

Beim nachhaltigen Konsum geht es nicht nur darum, was wir kaufen, sondern auch wie wir zum Einkauf kommen.

Verkehr ist drittgrößter Klimasünder

Der Verkehr ist der drittgrößte Verursacher von Treibhausgasen in Deutschland. Ein Großteil der Emissionen stammt aus dem Straßenverkehr. Dort belasten uns neben Kohlendioxid, Feinstaub und Stickoxiden auch bodennahes Ozon, Lärm und der Flächenverbrauch für Straßenbau und Parkplätze.

In der Stadt ist das Fahrrad oft am schnellsten

Das Auto ist das meistgenutzte Verkehrsmittel der Deutschen – auch auf Kurzstrecken. Selbst in Großstädten sind 40 bis 50 Prozent der Autofahrten kürzer als fünf Kilometer. Dabei ist das Fahrrad auf diese kurze Distanz im Stadtverkehr das schnellste Verkehrsmittel. Beim Autofahren wird hier durch häufiges Anfahren in innerstädtischen Ampelphasen und Staus besonders viel Sprit verbraucht.

Setzen Sie sich für Kurzstrecken in der Stadt einfach aufs Fahrrad! Das ist gut für die Umwelt, spart Zeit und Geld. Tipps zu Fahrradkauf, Bikesharing und Lastenrädern finden Sie in unserem Artikel Fahrrad fahren.

Kurze Wege zu Fuß

Gehen Sie zu Fuß zum Supermarkt oder zum Bäcker – das ist des Menschen natürliche Fortbewegung. Mit einem Spaziergang an der frischen Luft schonen Sie die Umwelt. Außerdem tun Sie etwas für Ihre Gesundheit: Ein Mensch muss rund 2000 Kilokalorien pro Woche in Bewegung umsetzen, damit das Herz-Kreislaufsystem gesund bleibt. Das entspricht in etwa einer halben Stunde Gehen jeden Tag.

Nutzen Sie den öffentlichen Nahverkehr, Carsharing & Co.

Für längere Wege im Stadtgebiet nutzen Sie am besten S-Bahn, U-Bahn, Linienbus und Tram: Gerechnet auf Gramm pro Personenkilometer verursachen öffentliche Verkehrsmittel etwa halb so viel CO2 wie ein Pkw.

Oft ist der öffentliche Nahverkehr zudem die günstigere Wahl, wenn alle Kosten für ein Auto wie Versicherung und Wartung eingerechnet sind. Plus: Sie können die Fahrtzeit fürs Arbeiten oder Entspannen nutzen.

Wer keine direkte Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln hat, für den bieten Park & Ride-Systeme, Fahrgemeinschaften in der Nachbarschaft, Carsharing und Mitfahrplattformen eine Alternative zur Fahrt mit dem eigenen Auto bis ins Stadtzentrum. Wenn Sie ein Taxi brauchen, bevorzugen Sie Öko- und Sammeltaxis. Ökotaxis stoßen weniger Schadstoffe aus, weil sie mit Erdgas, Autogas oder Hybrid-Technik fahren.

Unterschiede zwischen Stadt und Land

In Großstädten haben es Verbraucherinnen und Verbraucher oft leichter, den öffentlichen Nahverkehr oder Carsharing zu nutzen. Wer in ländlichen Regionen lebt, die schlecht angebunden sind und wo es keine Carsharing-Netze gibt, ist oftmals auf ein eigenes Auto angewiesen.

Wenn Sie den eigenen Wagen nehmen müssen, können Sie mit unseren Tipps zumindest möglichst klimabewusst Autofahren und so CO2 und Sprit sparen.

Tipp: Bilden Sie wann immer möglich Fahrgemeinschaften, um das Verkehrsaufkommen zu minimieren. Sie können sich zum Beispiel mit Kollegen auf dem Weg zur Arbeit zusammentun oder auch nach Angeboten an Schwarzen Brettern oder im Internet schauen. Praktische Tipps zum Thema bietet das Umweltbundesamt.

Grüner Routenplaner für Reisen und lange Strecken

Im Regional- und Fernverkehr schneidet das Flugzeug gefolgt vom Pkw am schlechtesten ab. Fliegen Sie nur, wenn unbedingt nötig! Mit Öko-Routenplanern können Sie für Ihre nächste Reise Flugzeug, Auto und Bahn vergleichen – in Zeitaufwand, Energieverbrauch und Schadstoffausstoß. Nutzen Sie zum Beispiel den grünen Routenplaner www.ecopassenger.org des Instituts für Entsorgung und Umwelttechnik (ifeu).