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Gute Vorsätze – mehr Nachhaltigkeit

Ein neues Jahr startet für viele Menschen mit guten Vorsätzen: mehr Sport, weniger Ausgaben, mehr für die Gesundheit tun etc. Wie wäre es mit „weniger CO₂ produzieren und nachhaltiger leben“?

Dieser Vorsatz klingt sperrig, lässt sich aber gut und einfach durch Klassiker wie mehr Bewegung verbinden und verwirklichen – ein Win-win! Der Nachhaltige Warenkorb hat eine praktische Sammlung passender Vorsätze für ein nachhaltiges Jahr 2019 zusammengestellt.

Sich gesünder ernähren – weniger Fleisch essen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt einen Fleischkonsum von 15,6 kg für Frauen und 31,2 kg für Männer im Jahr – das entspricht 300 bis 600 Gramm in der Woche. Der heutige Verzehr beträgt in etwa das Doppelte, fast 28% der Bevölkerung essen täglich Fleisch. Das ist nicht nur ungesund, sondern bedeutet auch einen viel zu hohen CO2-Ausstoß durch Massentierhaltung. So sind 14,5 Prozent aller weltweiten Treibhausgasemissionen auf die Haltung und Verarbeitung von Tieren zurückzuführen. Neben CO2  entsteht hier vor allem Methan, ein Gas, das den Klimawandel negativ beeinflusst. Methan ist nach Kohlendioxid (CO2 ) das zweitwichtigste vom Menschen verursachte Treibhausgas. Außerdem trägt der Fleischkonsum aufgrund des hohen Bedarfs an Soja als Futtermittel (vor allem für Geflügel, Schwein und Rind) insbesondere in Südamerika zur Rodung von Urwäldern und der Zerstörung von Ökosystemen bei, was ebenfalls zum vermehrten Ausstoß von Treibhausgasen führt.
2019 weniger Fleisch zu verzehren, bedeutet also weniger CO2 zu produzieren, nachhaltiger zu leben und etwas für die Gesundheit zu tun.

Weniger shoppen – Kleidung gebraucht kaufen

Pro Person werden in Deutschland jährlich im Schnitt 26 kg Textilien gekauft, davon zwischen 12 und 15 kg Kleidung. Das bedeutet während der Produktion eine enorme Menge an CO2-Ausstoß. So werden beispielsweise bei der Herstellung eines weißen Damen-T-Shirts circa 10,75 kg CO2 freigesetzt. Die Vorteile von Secondhand-Mode liegen hier klar auf der Hand. Wer weniger (neue) Kleidung kauft, spart Geld und gleichzeitig CO2. Auf Secondhand zu setzen, sorgt dafür, dass Kleidungsstücke länger im Kreislauf bleiben, ohne dass man sich modisch einschränken muss. Nutzen Sie Flohmärkte oder Secondhandläden oder tauschen Sie im Bekanntenkreis.
Auf diese Art helfen Sie 2019 den CO2-Ausstoß gering zu halten und sparen Geld.

Mehr Bewegung – zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein, statt mit dem Auto zu fahren

Das Auto ist in Deutschland der drittgrößte Verursacher von Treibhausgasemissionen, denn Autoverkehr verursacht rund 18 Prozent all unseres CO2-Ausstoßes .Wir benutzen es überwiegend in unserer Freizeit und für Einkäufe. Fahrten zur Arbeit schlagen mit nur 21% Prozent zu Buche. Zu Fuß gehen oder das Fahrrad sind im Stadtverkehr die besten Alternativen, da hierbei kein weiterer CO2-Ausstoß stattfindet. Nützliches Zubehör – von wetterfester Kleidung bis hin zum Anhänger – macht das Fahrrad für alle Jahreszeiten und für viele Anlässe einsetzbar. Für größere Besorgungen gibt es die Möglichkeit sich ein Lastenrad auszuleihen. Dazu bieten immer mehr Arbeitgeber die Möglichkeit eines Dienstrades als Pendant zum Dienstwagen.
In der Praxis bedeutet das beispielsweise, dass eine Berufspendlerin oder Berufspendler, die oder der werktags je 5 km mit dem Rad zur Arbeit hin und zurück fährt, anstatt das Auto zu benutzen, im Jahr rund 350 kg CO2-Emissionen einsparen kann, dazu Geld spart und etwas für die eigene Gesundheit und Fitness tut.

Geld sparen – Lebensmittelverschwendung reduzieren

In Deutschland landen pro Person jährlich bis zu 55 kg Lebensmittel in der Tonne. Dabei ist selbst das Mindesthaltbarkeitsdatum oft kein Wegwerfdatum. Ernährung ist neben Wohnen und Mobilität der Bereich, der sich am stärksten auf unsere Klimabilanz auswirkt. Durch Produktion, Transport und Lagerung verursacht unser Ernährungsstil jährlich im Durchschnitt 1,75 Tonnen CO₂ pro Kopf. Ein bewusster Einkauf, der am besten auf regionale und saisonale Produkte setzt, und ein geordneter Kühlschrank helfen, weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Und selbst wenn mal etwas länger, als das Mindesthaltbarkeitsdatum empfiehlt, liegen bleibt, können Sie sich in den meisten Fällen auf Ihre Sinne verlassen. Machen Sie den Geruchstest: Riecht etwas gut, können Sie es probieren. Ist der Geschmack unverändert, können Sie es ohne Bedenken verzehren.
Fast 22 Mio Tonnen CO2 könnten durch vermeidbare Lebensmittelverluste eingespart werden (bei Produzenten und Konsumenten), mehr als doppelt so viel, wenn man die dadurch reduzierte Flächennutzung mit einbezieht. 2019 bewusster mit Lebensmitteln umzugehen ist ein erster Schritt dahin, hilft dem Klima und spart Geld.

Geld sinnvoller nutzen – zu einer nachhaltigen Bank wechseln

Nach eigenen Schätzungen muss die Europäische Union zur Umsetzung der Klima- und Energieziele jährlich 180 Milliarden Euro an Kapital mobilisieren. Ohne nachhaltig ausgerichtete öffentliche und private Investitionen wird diese gewaltige Aufgabe nicht zu stemmen sein. Wer sich vornimmt, im neuen Jahr die eigenen Finanzen neu zu ordnen, kann die Chance direkt nutzen, um zu einer nachhaltigen Bank zu wechseln und über diese das eigene Geld in Projekte zu investieren, die positiv auf die Klima- und Energieziele einzahlen. Am besten starten Sie mit Hilfe unserer Tabelle; durch dieses Raster können Sie erkennen, welche Nachhaltigkeitsaspekte von Finanzprodukten Ihnen bei der Geldanlage wirklich wichtig sind. Im Anschluss hilft der  Fair Finance Guide bei der Entscheidung für das passende Kreditinstitut. Dieser Ratgeber weist für verschiedene Banken nach, wie nachhaltig sie das Geld ihrer Kunden investieren.
Ökologisch orientierte Finanzanlagen sind wichtiger denn je, um den Klimaschutz zu unterstützen, Besonders deutlich wird dies, wenn man sich den Klimafußabdruck herkömmlicher Investmentfonds im Vergleich zu nachhaltigen Fonds anschaut: herkömmliche Fonds produzieren im Schnitt 904 Kg CO2 je 1000 Euro nachhaltig orientierte Fonds hingegen nur 163 Kg CO2. je 1000 Euro. Dazu hilft die Neuordnung Ihrer Finanzen Ihnen, 2019 einen neuen Überblick über Ihre Einnahmen und Ausgaben zu bekommen.