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Bio-Siegel

Das 2001 eingeführte sechseckige Bio-Siegel Zeichen ist die deutsche, staatliche Kennzeichnung für ökologisch erzeugte Produkte, die den Anforderungen der EG-Öko-Verordnung gerecht werden. Dieses Zeichen wird teilweise zusammen mit anderen Kennzeichnungen verwendet, beispielsweise von Handelsmarken oder Anbauverbänden, und kann als Mindestanforderung für sämtliche als „bio“ etikettierten Produkte verstanden werden.

Das grüne EU-Bio-Siegel kennzeichnet ebenfalls Lebensmittel, die nach den Anforderungen der EG-Öko-Verordnung angebaut wurden.

Bio-Siegel gibt es z. T. auch kombiniert mit Regionsangaben. Die Produkte tragen das staatliche Bio-Siegel und als Zusatz die Region, aus der das Produkt stammt, und geben so eine Orientierungshilfe für den Kauf regionaler Lebensmittel.

Kurzbewertung

Ökologisch
Sozial

Ökologisch

Überprüfbare ökologische Kriterien betreffen alle relevanten Phasen entlang der Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, Vermarktung, Nutzung bis hin zur Entsorgung; bei Lebensmitteln: mindestens Einhaltung der EG-Öko-Verordnung.
Die Kriterien berücksichtigen ökologische Einzelaspekte und betreffen überwiegend einzelne Phasen im Produktionsprozess, die Nutzung oder die Entsorgung eines Produktes.
Die Richtlinien enthalten keine oder minimale ökologische Kriterien.
Die Richtlinien sind je nach Produktgruppe unterschiedlich.

Sozial

Es werden strenge soziale Kriterien angewendet, die über die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)* hinausgehen.
Grundlegende soziale Kriterien sind in den Richtlinien enthalten, z. B. Einhaltung der ILO-Normen oder vergleichbare soziale Anforderungen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen im Herstellungsprozess.
Die Richtlinien enthalten keine oder minimale soziale Kriterien.
Die Richtlinien sind je nach Produktgruppe unterschiedlich.
* Die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) verfolgt vier Grundprinzipien: Vereinigungsfreiheit, Diskriminierungsverbot, Beseitigung der Kinder- und Zwangsarbeit. Diese Prinzipien sind in internationalen Übereinkommen festgelegt, die als ILO-Kernarbeitsnormen, oder kurz als ILO-Normen, bezeichnet werden. Die ILO-Normen werden von Staaten ratifiziert. In Ländern mit geringer Rechtsstaatlichkeit garantiert die Ratifizierung jedoch nicht, dass diese Mindeststandards auch tatsächlich eingehalten werden.