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ok-power-Siegel

Das ok-power-Siegel von EnergieVision ist ein Gütesiegel für Ökostromprodukte und bietet Orientierung beim Wechsel zu einem Ökostromtarif.

Die Pflichtkriterien müssen vom Ökostromanbieter komplett erfüllt werden. Sie garantieren, dass

  • der zertifizierte Strom aus 100prozentig erneuerbaren Energien stammt,
  • der Stromanbieter keine wesentlichen finanziellen Beteiligungen an Atom-, Braunkohle- und neuen Steinkohlekraftwerken besitzt und dass
  • die Tarifbedingungen für den Endkunden fair und transparent sind.

Die Wahlpflichtkriterien stellen sicher, dass das Ökostromprodukt einen zusätzlichen Beitrag zur Energiewende leistet, wahlweise durch

  • die Förderung von Neuanlagen durch u. a. Beschaffung von Strom aus neuen Anlagen, und Investitionen in neue erneuerbare Kraftwerke,
  • die Investition in innovative Projekte und Maßnahmen, welche die Energiewende voranbringen, und
  • den Weiterbetrieb ehemals geförderter Anlagen.

Anbieter, die nicht nur einzelne Ökostromprodukte, sondern ihre gesamte Absatzmenge an Tarifkunden nach ok-power zertifizieren lassen, erhalten das Siegel ok-power-plus.

Kurzbewertung

Ökologisch
Sozial

Ökologisch

Überprüfbare ökologische Kriterien betreffen alle relevanten Phasen entlang der Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, Vermarktung, Nutzung bis hin zur Entsorgung; bei Lebensmitteln: mindestens Einhaltung der EG-Öko-Verordnung.
Die Kriterien berücksichtigen ökologische Einzelaspekte und betreffen überwiegend einzelne Phasen im Produktionsprozess, die Nutzung oder die Entsorgung eines Produktes.
Die Richtlinien enthalten keine oder minimale ökologische Kriterien.
Die Richtlinien sind je nach Produktgruppe unterschiedlich.

Sozial

Es werden strenge soziale Kriterien angewendet, die über die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)* hinausgehen.
Grundlegende soziale Kriterien sind in den Richtlinien enthalten, z. B. Einhaltung der ILO-Normen oder vergleichbare soziale Anforderungen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen im Herstellungsprozess.
Die Richtlinien enthalten keine oder minimale soziale Kriterien.
Die Richtlinien sind je nach Produktgruppe unterschiedlich.
* Die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) verfolgt vier Grundprinzipien: Vereinigungsfreiheit, Diskriminierungsverbot, Beseitigung der Kinder- und Zwangsarbeit. Diese Prinzipien sind in internationalen Übereinkommen festgelegt, die als ILO-Kernarbeitsnormen, oder kurz als ILO-Normen, bezeichnet werden. Die ILO-Normen werden von Staaten ratifiziert. In Ländern mit geringer Rechtsstaatlichkeit garantiert die Ratifizierung jedoch nicht, dass diese Mindeststandards auch tatsächlich eingehalten werden.