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Küchenutensilien: Holz vs. Plastik

Unsere Frage des Monats: Schneidebretter und Kochlöffel aus Holz – nachhaltig, aber unhygienisch?

Für viele Menschen gehören sie zur Grundausstattung der Küche, andere halten sie für ein absolutes No-Go: Schneidebretter und Kochlöffel aus Holz. Doch was ist hygienischer: Holz oder Kunststoff? Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, denn es ist weniger das Material, als viel mehr der Umgang damit, der entscheidend ist.

Umweltschonend in der Herstellung und in der Entsorgung

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Wer beim Kauf von Küchenutensilien aus Holz auf das FSC-Siegel, das PEFC-Siegel oder das Umweltzeichen Holz von Hier achtet, kann sich sicher sein, dass das Material für die Produkte aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Haben Löffel oder Brett die beste Zeit hinter sich, können sie einfach über den Hausmüll entsorgt werden. Für Küchenutensilien aus Kunststoff wird hingegen der endliche Rohstoff Erdöl benötigt, der die Umwelt schon bei seiner Gewinnung belastet.

Im Hinblick auf Nachhaltigkeit überzeugen somit Küchenutensilien aus Holz.

Hygiene: Die richtige Reinigung ist wichtig

Bei der Verarbeitung von rohen Lebensmitteln, allen voran Fleisch, kommen Küchenutensilien mit vielen Mikroorganismen, Bakterien und Keimen in Berührung. Um das Schneidebrett oder den Löffel im Anschluss wieder hygienisch sauber zu kriegen, müssen die Utensilien bei mindestens 60 Grad abgewaschen werden. Ob der Abwasch von Hand stattfindet oder in einer Spülmaschine ist hierbei nicht entscheidend. Hauptsache die Temperatur stimmt! Ebenso wichtig wie die Gradzahl ist ein zügiges Durchtrocknen der Utensilien. Die meisten in der Küche auftretenden Erreger sind nämlich nicht trocknungsresistent. Auch wenn auf den ersten Blick Kunststoff aufgrund seiner glatten und geschlossenen Oberfläche hier punktet, – Holz lässt sich ebenso gut reinigen, und ist sogar hitzebeständiger als Kunststoff.

Tiefe Schnitte und Sprünge

Eine glatte Oberfläche ist einfach sauber zu halten. Hat das Brett jedoch bereits diverse tiefe Einschnitte, können sich Keime leicht einnisten. Holz hat hier im Gegensatz zu Kunststoff zwei Vorteile. Es kann aufquellen und dadurch kleine Risse oder Einschnitte erneut schließen. Außerdem wirken Gerbsäuren im Holz antibakteriell und töten somit viele Keime direkt ab. Sowohl bei Holz als auch Plastik gilt jedoch: Sind die Einschnitte tief oder gibt es sogar Sprünge, so sollten Brett oder Löffel entsorgt werden.

Mikroplastik im Essen

Plastik verliert mit jeder Nutzung winzige Partikel, sogenanntes sekundäres Mikroplastik. Dies kann beim Abwasch in der Spülmaschine im Abwasser landen, wo es langfristig zum Problem wird. Kleinste Partikel können sich aber auch beim Schneiden von einem Brett lösen und direkt ins Essen geraten. Hierdurch nehmen wir das Mikroplastik und damit Schadstoffe in uns auf. Dieses Problem gibt es bei der Verwendung von Holzutensilien nicht.

Unterschiedliche Bretter für Fleisch, Fisch und Gemüse

Egal ob man sich für die Variante aus Holz oder Kunststoff entscheidet, ist es zu empfehlen, drei verschiedene Bretter zum Schneiden in der Küche zu haben: eins für Fleisch, eins für Fisch, eins für Gemüse. Auf diese Art hält sich die Keimbelastung in Grenzen, was zu einer längeren Lebensdauer der Utensilien führt und dadurch den Grad an Nachhaltigkeit steigert. Auch die Hygiene ist somit gewährleistet.