Skip to content

FSC-Siegel

Das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) ist ein internationales Gütesiegel für Holzprodukte aus sozialer und ökologischer Waldbewirtschaftung. Die Bewertung erfolgt anhand überprüfbarer sozialer, ökologischer und ökonomischer Kriterien, die illegale Rodungen und Waldmissbrauch vermeiden helfen. Der im Internet veröffentlichte deutsche FSC-Standard beschreibt die weltweit einheitlichen Prinzipien und Anforderungen an die Waldbewirtschaftung zur Gewinnung von FSC-gesiegelten Holzprodukten. Zertifizierte Betriebe werden einmal jährlich durch eine unabhängige Organisation kontrolliert.

Mit dem Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) sind ausgezeichnet:

  • zahlreiche Einrichtungsgegenstände aus Holz und Holzprodukte, die aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammen. Darunter sind auch Kleinprodukte aus Holz, wie z. B. Kleiderbügel, Wäscheklammern oder Holzspielzeug.
  • viele Produkte aus Papier und Zellstoff wie Schreibblöcke, Hefte, Kopier- und Druckerpapier, Briefumschläge, Hefter, Mappen, Ordner, Haftnotizen, Etiketten, Kalender, Geschenkpapier, Kartons, Verpackungen, Küchenrolle, Hygienepapier, Filterpapier und Servietten.

Kurzbewertung

Ökologisch
Sozial

Ökologisch

Überprüfbare ökologische Kriterien betreffen alle relevanten Phasen entlang der Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, Vermarktung, Nutzung bis hin zur Entsorgung; bei Lebensmitteln: mindestens Einhaltung der EG-Öko-Verordnung.
Die Kriterien berücksichtigen ökologische Einzelaspekte und betreffen überwiegend einzelne Phasen im Produktionsprozess, die Nutzung oder die Entsorgung eines Produktes.
Die Richtlinien enthalten keine oder minimale ökologische Kriterien.
Die Richtlinien sind je nach Produktgruppe unterschiedlich.

Sozial

Es werden strenge soziale Kriterien angewendet, die über die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)* hinausgehen.
Grundlegende soziale Kriterien sind in den Richtlinien enthalten, z. B. Einhaltung der ILO-Normen oder vergleichbare soziale Anforderungen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen im Herstellungsprozess.
Die Richtlinien enthalten keine oder minimale soziale Kriterien.
Die Richtlinien sind je nach Produktgruppe unterschiedlich.
* Die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) verfolgt vier Grundprinzipien: Vereinigungsfreiheit, Diskriminierungsverbot, Beseitigung der Kinder- und Zwangsarbeit. Diese Prinzipien sind in internationalen Übereinkommen festgelegt, die als ILO-Kernarbeitsnormen, oder kurz als ILO-Normen, bezeichnet werden. Die ILO-Normen werden von Staaten ratifiziert. In Ländern mit geringer Rechtsstaatlichkeit garantiert die Ratifizierung jedoch nicht, dass diese Mindeststandards auch tatsächlich eingehalten werden.