Skip to content

Europäisches Umweltzeichen

Das europäische Umweltzeichen kennzeichnet Produkte, die im Vergleich zu konventionellen Produkten geringere Umweltauswirkungen haben. Das Siegel gibt es für:

  • harte Bodenbeläge sowie für Farben, Lacke und Lasuren
  • Matratzen
  • Haushaltsgeräte
  • Fernseher und Computer
  • Textilien aus natürlichen und aus künstlichen Fasern sowie Schuhe
  • einige in Deutschland erhältliche Allzweckreiniger, Hand- und Maschinengeschirrspülmittel, Seifen und Waschmittel
  • Unterkünfte und Campingplätze, die ihren Energie- und Wasserverbrauch sowie die Abfallmenge begrenzen, Umweltbildung und -kommunikation fördern und bevorzugt erneuerbare Rohstoffe und umweltschonende Substanzen verwenden
  • für viele Produkte aus Papier und Zellstoff wie Schreibblöcke, Hefte, Kopier- und Druckerpapier, Briefumschläge, Hefter, Mappen, Ordner, Haftnotizen, Etiketten, Kalender, Geschenkpapier, Kartons, Verpackungen, Küchenrolle, Hygienepapier, Filterpapier und Servietten

Die Anforderungen werden auf europäischer Ebene unter Einbeziehung unterschiedlicher Interessengruppen entwickelt. In Deutschland verantworten das Umweltbundesamt sowie die RAL gGmbH die Vergabe. Die Anforderungen, die ein Produkt erfüllen muss, um das Europäische Umweltzeichen zu erhalten, unterscheiden sich je nach Produktgruppe. Teilweise beziehen sie sich auf den gesamten Produktlebenszyklus. Bei manchen Produkten stehen Einzelaspekte im Vordergrund. Die Anforderungen für alle Produktgruppen finden Sie im Internet.

Kurzbewertung

Ökologisch
Sozial

Ökologisch

Überprüfbare ökologische Kriterien betreffen alle relevanten Phasen entlang der Wertschöpfungskette von der Rohstoffgewinnung über die Produktion, Vermarktung, Nutzung bis hin zur Entsorgung; bei Lebensmitteln: mindestens Einhaltung der EG-Öko-Verordnung.
Die Kriterien berücksichtigen ökologische Einzelaspekte und betreffen überwiegend einzelne Phasen im Produktionsprozess, die Nutzung oder die Entsorgung eines Produktes.
Die Richtlinien enthalten keine oder minimale ökologische Kriterien.
Die Richtlinien sind je nach Produktgruppe unterschiedlich.

Sozial

Es werden strenge soziale Kriterien angewendet, die über die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)* hinausgehen.
Grundlegende soziale Kriterien sind in den Richtlinien enthalten, z. B. Einhaltung der ILO-Normen oder vergleichbare soziale Anforderungen hinsichtlich der Arbeitsbedingungen im Herstellungsprozess.
Die Richtlinien enthalten keine oder minimale soziale Kriterien.
Die Richtlinien sind je nach Produktgruppe unterschiedlich.
* Die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) verfolgt vier Grundprinzipien: Vereinigungsfreiheit, Diskriminierungsverbot, Beseitigung der Kinder- und Zwangsarbeit. Diese Prinzipien sind in internationalen Übereinkommen festgelegt, die als ILO-Kernarbeitsnormen, oder kurz als ILO-Normen, bezeichnet werden. Die ILO-Normen werden von Staaten ratifiziert. In Ländern mit geringer Rechtsstaatlichkeit garantiert die Ratifizierung jedoch nicht, dass diese Mindeststandards auch tatsächlich eingehalten werden.